Meine Suche nach Anerkennung

Meine Suche nach Anerkennung

Obwohl ich in einem Elternhaus aufwuchs, in dem der Glaube groß geschrieben wurde, konnte ich mit Jesus, der Bibel und der Kirche nichts anfangen. Ich war wirklich suchend, aber Gott schien kilometerweit weg zu sein. Wenn es ihn geben sollte, so dachte ich viele Jahre, dann wäre er garantiert zu beschäftigt, um sich mit mir und meinen Problemen, zu befassen. Dennoch war da eine Sehnsucht, eine innere Leere in mir, welche gefüllt werden wollte.

Ich versuchte es mit Sport. Der Basketball hatte es mir angetan und so lange ich gewann war alles gut. Aber wehe ich verlor, dann fiel ich in ein tiefes Loch. Viele Jahre merkte ich gar nicht, dass ich den Sport dazu benutzte, um mir einen Wert zu verleihen. Ich wurde regelrecht süchtig nach Anerkennung und das Ganze wurde zu einem Fass ohne Boden. Egal wie viel ich oben reinschüttete, unten floss alles sofort wieder raus - nur die Leere blieb. Es kam, wie es kommen musste, ich verletzte mich beim Sport, konnte dadurch meine Leistung nicht mehr bringen und alles wurde noch schlimmer.

 

Der Möglichkeit durch Sport Anerkennung zu finden beraubt, begann ich zu trinken und mit Drogen zu experimentieren, doch die Sehnsucht blieb und ich fühlte mich verloren.

Eines Tages lernte ich eine Familie kennen, die vollkommen anders war, als alles, was ich bisher kannte. Egal wie daneben ich mich auch benahm, irgendwie war da nur Liebe und Annahme. Das verwirrte mich, doch dass Geheimnis wurde gelüftet. Diese Familie sprach viel von Jesus als den Sohn Gottes, jedoch blieb es nicht bei einer Botschaft, vielmehr waren sie selbst die Botschaft. Sie schienen diesen Jesus wirklich zu kennen. Es hatte nichts mit Religion zu tun, sondern war einfach echt und wirkte auf mich geradezu magnetisch.

Stück für Stück realisierte ich, dass Gott nicht böse, zornig oder gegen mich war, sondern dass er mich liebt - und zwar bedingungslos. Ich begann intensiv die Bibel zu lesen und war überwältigt von diesem Jesus und all dem, was er für mich getan hatte. Als ich verstand, dass Gott die Menschen so sehr liebt, dass er bereit war seinen Sohn Jesus auf die Erde zu schicken, veränderte das alles. Ich begriff, dass Gott mir in Jesus die Hand entgegenstreckt und ich griff zu. Durch ein einfaches Gebet lud ich Jesus in mein Leben ein und bat ihn, mir all meine Schuld zu vergeben und meine Leere auszufüllen.

Dieser Schritt hat mein Leben verändert.

Manuel Henkel
Pastor im Treffpunkt Leben